Am 13. Januar 2017 startete das an die bekannte VOX TV-Show angelehnte Format „Hörsaal der Löwen“ an der Hochschule Augsburg in die zweite Runde. Neben einer hochkarätig besetzten Jury waren auch Vertreter regionaler Unternehmen vor Ort.

„In Augsburg gibt es circa 70 Startups im digitalen Umfeld, bei rund 140.000 IHK-registrierten Unternehmen. In Köln kommen auf die ungefähr gleiche Anzahl von Firmen circa 350 Startups. In Augsburg gibt es diesbezüglich ein Defizit“, so Michael Brecht, selber bereits mehrfacher Gründer. Liegt es daran, dass bei neuen Ideen der Blick schnell in die nahe gelegene Landes-Hauptstadt München geht? Oder doch daran, dass regionale Unternehmen talentierte junge Menschen mit hohen Einstiegs-Gehältern locken? Wird so die Hemmschwelle, ein Startup ins Leben zu rufen, größer? An der Hochschule Augsburg will man hier jedenfalls Abhilfe schaffen: Das von der Sendung „Die Höhle der Löwen“ inspirierte Format „Hörsaal der Löwen“ will den Gründergeist junger Menschen stärken.

In Augsburg gibt es zu wenig Gründer

Die Idee dazu hatte Hochschul-Dozent Martin Plöckl. Auch er hat bereits ein eigenes Unternehmen gegründet. „Ich will, dass die Studenten Blut lecken“, erklärte er. „Es ist extrem schwierig, junge Menschen auf Gründungs-Themen zu sensibilisieren.“ In seinem Kurs „Startup Thinking“ lernen die Studierenden, wie sie eine Idee entwerfen, diese präsentieren und als Gründer Geld verdienen können. „Oftmals herrscht die Einstellung: ‚Gründen sollen die, die es können.‘ Das ist Quatsch. Niemand kann das einfach so, aber jeder kann es lernen“, so Plöckl. „Hier sollen die Studierenden spüren, dass sie etwas bewegen können.“ Die Präsentation vor der Jury bildet gleichzeitig die Abschluss-Prüfung für das Seminar.

Hochschule Augsburg will jungen Gründern einen guten Start verschaffen

Für die insgesamt neun Präsentationen am 13. Januar hatte jeder Student fünf Minuten Zeit. Im Anschluss wurden die Geschäfts-Ideen von der Jury kritisch hinterfragt. Die beste Idee erhielt am Ende einen Preis. Dieser bestand aus einem Coaching durch die Innovation Factory von Jury-Mitglied Michael Brecht. Auch ein fester Incubator-Büroplatz in der „Probebühne“ an der Hochschule Augsburg gehörte dazu. Hier will die Hochschule Augsburg eine gute Ausgangs-Basis für junge Gründer schaffen.

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Erstellt von Rebecca Weingarten, Redaktion B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN; Bild: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN