Die Bayerischen Arbeitgeber-Verbände setzten sich für eine bessere Ausbildung im MINT-Bereich ein. Daher kündigte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., nun an, dass schwäbische Hochschulen mit Fördergeldern des Freistaats unterstützt werden. Die Universität Augsburg, die Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten werden davon in den kommenden drei Jahren profitieren. Sie erhalten im Rahmen des Projekts „MINTerAKTIV – Mit Erfolg zum MINT-Abschluss in Bayern“ bis zu 150.000 Euro, um den MINT-Nachwuchs für die Wirtschaft zu sichern. Das Geld soll dazu beitragen, MINT-Studenten im Studium zu halten.
Bayern braucht gut ausgebildeten MINT-Nachwuchs„Nur mit Innovationskraft und dem nötigen Know-how in den modernen Schlüssel-Technologien kann sich Bayern im globalen Wettbewerb behaupten. Dafür brauchen wir gut ausgebildeten MINT-Nachwuchs. Hier setzt das Projekt ‚MINTerAKTIV‘ an. Ziel ist es, die Rahmen-Bedingungen für Studierende so zu verbessern, dass sie mit Begeisterung am Ball bleiben und ihr Studium nicht vorzeitig abbrechen“, erklärte Brossardt in München gemeinsam mit Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst. Insgesamt profitieren 14 bayerische Universitäten und Hochschulen von diesem Programm.

Freistaat will zukunftsträchtige Branchen unterstützen

Wissenschafts-Staatsekretär Sibler ergänzte: „Die Staatsregierung hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere zukunftsträchtige Branchen mit noch mehr qualifizierten Fachkräften zu versorgen. Dafür gehen wir die Weiterentwicklung und Verbesserung der Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Studienabschluss gerade im Bereich der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik im Freistaat weiter aktiv an.“

Mehr Praxisbezug im Studium soll MINT-Studenten halten

Die Fördergelder kommen zum einen bei Projekten zum Tragen, die den Übergang von der Schule zur Hochschule betreffen. Weiterer Schwerpunkt liegt auf einem verbessertem Lehr- und Lernkonzept. Zudem werden Kooperationen mit regionalen Partnern vorangetrieben, um den Praxisbezug im Studium zu erhöhen.

Diese Projekte sind in Augsburg und Kempten geplant

Die Universität Augsburg setzt beispielsweise im Projekt „Erfolgreiches MINT-Studium an der Universität Augsburg“ Maßnahmen für Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe um. So werden Brückenkurse für Studien-Interessierte angeboten. Studierende erhalten zudem Hilfe durch ein MINT-Mentoring. Die Hochschule Augsburg wird mit „STARTKLAR für den MINT-Abschluss“ bestehende Maßnahmen sowie Brückenkurse weiterentwickeln und vertiefen. Insbesondere für internationale und leistungsstarke Studierende sollen zielgruppenspezifische Maßnahmen entwickelt werden. „Startklar für den MINT-Abschluss“ ist die Weiterführung und der Ausbau der erfolgreichen MINT-Programme „HD-Mint“ und „Best MINT“, die die Hochschule Augsburg in den vergangenen Jahren entwickelte. Dafür erhält die Hochschule rund 120.000 Euro. In Kempten soll mit der Maßnahme „MI³NTENSIV“ einem Studienabbruch vorgebeut werden. Dies soll duch verbesserte Angebote in der Studiengang-Eingangsphase erreicht werden.

Erstellt von Iris Zeilnhofer, Redaktion B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN, www.B4Bschwaben.de; Bild: Hochschule Augsburg