Friedlich feiern

Friedlich feiern

Zum Hohen Friedensfest am 8. August lädt die Friedensstadt Augsburg alle Bürger*innen und Gäste zu einem öffentlichen Empfang an der großen Friedenstafel auf dem Rathausplatz ein.

Der Austausch der von Zuhause mitgebrachten Speisen und Getränke, das Kennenlernen und die Begegnung mit den Tischnachbar*innen symbolisieren das gelebte friedliche und gleichberechtigte Miteinander. Dieses Jahr begrüßt die zweite Bürgermeisterin Eva Weber die Gäste der Friedenstafel. Im Anschluss übermitteln die Vertreter*innen von in Augsburg ansässigen Religionsgemeinschaften ihre Friedensgrüße. Die Friedenstafel wird musikalisch gerahmt mit »folkloristisch-elegischem Rumpeljazz« der »Hochzeitskapelle« und bayerisch-schwäbischer Volksmusik von »Quetschendatschi«. Vom Integrationsbeirat können Sie sich einen »Weltbürgerpass« ausstellen lassen.

Bei Regen fällt das Festmahl nicht aus, sondern wird ins Rathaus verlegt. Im Oberen Fletz steht jedoch nur ein begrenztes Platzkontingent zur Verfügung.

Überblick der Veranstaltungen am 8. August:
• 10 Uhr: Ökumenischer Festgottesdienst in St. Ulrich
• 10 Uhr: Ökumenischer Familiengottesdienst in Heilig-Kreuz
• 11:30 Uhr: Friedenstafel auf dem Rathausplatz
• 12 bis 18 Uhr: Kinderfriedensfest im Botanischen Garten
• 20 Uhr: Festkonzert in St. Anna

www.friedensstadt-augsburg.de

Foto: Christian Menkel

Gesamtkunstwerk

Gesamtkunstwerk

Der »Taubenschlag« steht heuer als begehbare Kunstinstallation am Willy-Brandt-Platz.

Mit einem interaktiven Festivalprogramm zum Hohen Friedensfest ermöglicht der mit dem Augsburger Pop-Preis »Roy« ausgezeichnete Stadtraum e.V. vom 2. bis 8. August einen kosten- und barrierefreien Zugang zu Kunst, Kultur und Bildung sowie zu zahlreichen Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Die über 30-köpfige Crew und ihre Akteur*innen möchten auch im dritten Jahr des Projekts auf aktuelle gesellschaftliche Themen aufmerksam machen, zur Teilhabe und zum Verweilen einladen.

Alle Details zum Programm gibt es unter: https://taubenschlag.stadtraumev.de

Foto: Christian Menkel

Klare Signale

Klare Signale

Die Galerie Noah zeigt bis zum 9. September Malerei aus drei Jahrzehnten von A. R. Penck.

»Der Osten hat mich ausgespuckt, der Westen noch nicht gefressen«, dichtet A. R. Penck 1982 lautmalerisch bis nüchtern. 2018, ein Jahr nach seinem Tod, weiß man: Nicht mehr lange sollte der gebürtige Dresdner darauf warten, vom großen wilden Westen gekostet, verspeist, ja, regelrecht verschlungen zu werden. Kaum ein anderer Künstler seiner Zeit brachte die Ost-West-Affäre so auf den Punkt, packte all die Dramen und Emotionen, die Wut und die Gier, das politische Ringen und die Resignation in eine solch prägnante wie einfache und doch originelle Bildsprache wie der Autodidakt aus der DDR mit etwas Malunterricht an der Volkshochschule Dresden.

1980 zwangsausgebürgert, eroberte Ralf Winkler, der sich 1968 nach dem sächsischen Geologen Albrecht Penck benannte, die westliche Kunstwelt, schaffte es gar bis ins Museum of Modern Art New York. Mit seinen Konglomeraten aus Strichmännchen, Zeichen und Symbolen, angelehnt an die prähistorische Höhlenmalerei, die Kalligrafie wie das Graffiti, stellte Penck das west- wie ostdeutsche System in Frage, wusste mit klaren Signalen den Betrachter abzuholen und per abstrakten Chiffren in gleichem Maße zu irritieren. Bis heute, auch und bis sicher noch lange nach seinem Tod.

Die Galerie Noah freut sich, eine der ersten Ausstellungen A. R. Pencks mit retrospektivem Charakter nach 2017 präsentieren zu dürfen. Mit knapp 30 Leinwänden aus insgesamt 30 Jahren und über 20 Druckgrafiken derselben Zeitspanne zeigt man einen repräsentativen Querschnitt durch das Schaffen des deutschdeutschen Multitalents, das malte wie zeichnete, Filme drehte, textete und leidenschaftlich Jazzmusik fabrizierte.

www.galerienoah.com

 

Literatur im Biergarten mit Bierbichler, Machatschek uvm.

Literatur im Biergarten mit Bierbichler, Machatschek uvm.

Auch dieses Jahr veranstaltet die Buchhandlung am Obstmarkt an vier Sonntagen im August die Reihe »Literatur im Biergarten« und vereint dabei Literatur und Musik mit der idyllischen Biergartenatmosphäre im »Drei Königinnen«.

Los geht es am 5. August mit Josef Bierbichler, der aus seinem Buch »Mittelreich« liest. Am 12. August gibt es eine literarisch-musikalische Performance von »Jack the Ripper« zu »Mackie Messer« mit Dirk Heißerer und René Haderer. Am 19. August werden dann 30 Jahre Literatur im Biergarten mit hörenswerten G’schichten aus dem »Bayerischen Dekameron« und auf die weltberühmten »Kirta-Nudeln« gefeiert. Den Abschluss der Reihe am 26. August macht Franz Joseph Machatschek (Foto) mit seinem Programm »Komm gut durchs Jahr mit Machatschek«. Karten sind im Vorverkauf in der Buchhandlung am Obstmarkt erhältlich.

www.buchhandlung-am-obstmarkt.de

Haut um’s Hirn

Haut um’s Hirn

In der Schwäbischen Galerie in Oberschönenfeld sind ab dem 29. Juni in einer umfangreichen Einzelausstellung Malerei und Skulpturen von Daniela Kammerer zu sehen.

Im Mittelpunkt der Schau steht der Werkkomplex »Haut um’s Hirn«, bestehend aus Keramiken und Porträts, die im Laufe eines Jahres in acht europäischen Städten und Dörfern entstanden sind. Die Künstlerin lud die Bewohner zum Gespräch in ihr mobiles Atelier ein und porträtierte sie. Aus dieser Reise zu den Menschenbildern ging auch der schöne Kunst- und Lyrikband »Blütenknall« hervor.

Zur Ausstellung werden Sonntagsführungen am 22. Juli, 12. August und 2. September, jeweils 15 Uhr, angeboten, die Familienführung am 15. Juli, von 15 bis 16:30 Uhr steht unter dem Motto »Kunstbegegnung mit kreativem Gestalten«. Kinder können außerdem in den Sommerferien an zwei eigenen Ausstellungsführungen mit anschließender Werkstatt teilnehmen: am 3. August geht es um Batik, am 4. September um Glasmalerei, jeweils von 10 bis 14 Uhr. Zum Abschluss der Ausstellung wird es noch ein – sicher spannendes – Künstlergespräch mit Daniela Kammerer geben (23. September, 15 Uhr). Als Plus: eine Lesung mit Eva Sattler aus dem Kunst- und Lyrikband »Blütenknall«.

Vier Wochen nach der Eröffnung von Daniela Kammerers Ausstellung ist dann das Schwäbische Volkskundemuseum Oberschönenfeld endlich wieder komplett. Mit einem großen Museumsfest wird am 28. und 29. Juli die seit September 2017 geschlossene und seitdem überarbeitete Dauerausstellung wiedereröffnet. Der Eintritt in alle Ausstellungen ist an diesem Wochenende frei.

»Blütenknall. Bildschöpfungen von Daniela Kammerer« läuft bis zum 23. September.

www.schwaebisches-volkskundemuseum.de

 

Drachenspuren im Siebentischwald

Drachenspuren im Siebentischwald

»Der kleine Wasserdrache«: Das neue Freilichttheaterstück des JTA feiert am 1. Juli Premiere.

Der kleine Drache aus dem Augsburger Stadtwald ist in Gefahr: Der Zauberer hat ihn in einen Fisch verwandelt. Das Wasser, in dem er lebt, wird von den Menschen verschmutzt. Kann seine Schwester ihn retten? Mit »Der kleine Wasserdrache« präsentiert das Junge Theater Augsburg ein Freilichttheater für die ganze Familie im Siebentischpark. Das Stück basiert auf den zwei Drachenbüchern von Nicolas Liebig und Billa Spiegelhauer.

Das JTA möchte mit dieser Produktion Zugang zu dem wichtigen Thema Trinkwasserschutz schaffen – und zwar altersgerecht auf spielerische Art. Wie immer in den Stücken des Jungen Theaters wird das Thema mit viel Humor, Fantasie und eigens dafür komponierter Musik umgesetzt. Premiere feiert »Der kleine Wasserdrache« am 1. Juli um 15 Uhr. Weitere Termine, jeweils um 15 Uhr: 7., 8., 15., 21., 22. und 28. Juli sowie 5. August.

Tipp: Kommen Sie umweltbewusst mit dem Fahrrad oder dem ÖPNV: Bus 32 bis »Zoo/Botanischer Garten« oder Tram 2 bis »Berufsschule«, von dort sind es jeweils rund 10 Gehminuten zum Treffpunkt an der Ecke Dr.-Ziegenspeck-Weg/Prof.-Steinbacher-Straße. In weiteren 5 Minuten gelangen Sie auf Drachenspuren zum Einlass. Bei unsicherer Wetterlage können Sie unter Tel. 0821–4442995 jeweils zwei Stunden vor Vorstellungsbeginn abrufen, ob die Aufführung wie geplant stattfindet.

www.jt-augsburg.de