Design Thinking – Studierende entwickeln digitale Prototypen für das AUDI Werk in Ingolstadt

Design Thinking – Studierende entwickeln digitale Prototypen für das AUDI Werk in Ingolstadt

Design Thinking etabliert sich zu einer zentralen Innovationsmethode in Unternehmen. Während viele Entwicklungsmethoden mit langen Entwicklungszeiten einhergehen, versetzen sich Design Thinker in die Rolle des Kunden und setzen auf nutzerzentrierte Entwicklung. Studierende der Hochschule Neu-Ulm (HNU) wendeten diese kreative Methode bei Audi in Ingolstadt an und entwickelten digitale Prototypen für eine Service-Abteilung.

Die Wirtschaft hat den Nutzen von Design Thinking längst erkannt und wendet es bei der Entwicklung von digitalen Produkten, Services, Geschäftsprozessen oder Geschäftsmodellen an. 16 Studierende der HNU setzten die neue Methode im Praxisprojekt unter Leitung von Prof. Dr. Klaus Lang direkt im Unternehmen Audi um. Sie befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, analysierten deren Bedürfnisse und erarbeiteten aus Projektideen maßgeschneiderte Prototoypen. Erkenntnisse aus der Experimentierphase wurden gesammelt und beim Feinschliff des Prototyps bedacht. Am Ende des Projektes stellten die Studierenden den Audi-Führungskräften ihre digitalen Lösungen vor, unter anderem einen Schulungskonfigurator für die Belegschaft. „Erstaunlich, wie konkrete, digitale Lösungen innerhalb einer Woche entstanden sind“, so Bernd Pfeiffer, Leiter des Trainingscenters und Audi Produktionssystem in Ingolstadt. Begeistert zeigte sich auch Stefan Pirker, Lean Experte bei Audi, der gerne die Zusammenarbeit mit der HNU intensivieren möchte.

An der HNU befassen sich Professorinnen und Professoren schon länger mit der digitalen Transformation: ganz besonders am „Institut für Digitale Transformation“. Das Institut bietet neben Design Thinking-Kursen digitale Reifegraduntersuchungen und Unterstützung bei der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen an. „Digitalisierung ist an der Hochschule in Lehre und angewandter Forschung präsent. Bereits im Innovation Camp erarbeiteten Studierende innovative Konzepte für die digitale Hochschule. Die digitale Transformation wird Unternehmen nachhaltig verändern, darauf bereiten wir die Studierenden mit Projekten, wie Design Thinking, vor“, so Prof. Dr. Uta M. Feser, Präsidentin der HNU.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Klaus Lang, klaus.lang@hs-neu-ulm.de
Direktor des Instituts für Digitale Transformation an der Hochschule Neu-Ulm

Text und Foto von der Pressestelle der Hochschule für angewandte Wissenschaften Neu-Ulm (HNU).

Ingenieurinformatik an der Uni Augsburg: Verabschiedung der ersten Bachelor-Absolventin

Ingenieurinformatik an der Uni Augsburg: Verabschiedung der ersten Bachelor-Absolventin

Die Berlinerin Lilli Schmidt ist die Erste, die kürzlich den 2013 an der Universität Augsburg neu eingeführten Bachelorstudiengang Ingenieurinformatik nicht nur sehr erfolgreich abgeschlossen hat –sondern auch in  der sechssemestrigen Regelstudienzeit. Mit der feierlichen Zeugnisübergabe an Schmidt wurde zugleich der Startschuss gegeben für den Masterstudiengang Ingenieurinformatik, für den sich entsprechend qualifizierte Studentinnen und Studenten zum Wintersemester 2016/17 jetzt erstmals an der Universität Augsburg einschreiben konnten.

Sie habe bereits private Verbindungen zur Fuggerstadt gehabt, sagte Lilli Schmidt auf die Frage, was sie als Berlinerin denn dazu bewogen habe, in Augsburg Ingenieurinformatik zu studieren. Da ihre Neigungen auch am Gymnasium bereits sehr in Richtung Physik und MINT allgemein gegangen seien, sei der damals brandneu angebotene Augsburger Studiengang in seiner Kombination aus Informatik und Technik „ein Wink mit dem Zaunpfahl“ für sie gewesen, so die 22-Jährige.

Intensiv betreutes Studium in kleiner Gruppe

Und sie sei froh, dass sie diesem Wink gefolgt sei, denn: „Im Mathematik-Vorkurs, der allen Augsburger MINT-Anfängerinnen und -Anfängern angeboten wird, habe ich viele meiner Ingenieurinformatik-Kommilitoninnen und -Kommilitonen bereits kennengelernt und Anschluss gefunden, bevor es dann richtig losging.“. Die Erwartungen, mit denen sie nach Augsburg gekommen sei, hätten sich jedenfalls voll erfüllt. „Welchen Vorteil man hat und wie intensiv man arbeiten und vorankommen kann, wenn die Gruppe, in der man studiert, überschaubar ist und wenn die Betreuung, die man erfährt, dementsprechend individuell ist, habe ich im Verlauf des Studiums relativ rasch mitbekommen.“ Das motiviere dann auch dazu, während des Semesters gleich richtig mitzumachen, anstatt zu den Prüfungen hin mühsam nachbüffeln zu müssen.

Frühzeitig bereits Praxiserfahrung

Als Vertiefungsgebiete hatte Schmidt „Mechatronik und Robotik“ sowie „Technische und Adaptive Systeme“ gewählt. Als Highlights ihres Studiums fallen ihr – neben einem Auslandssemester in Rumänien – spontan das Softwarepraktikum für Ingenieure oder ein 3D Drucken-Praktikum beim Frauenhofer IWU ein, bei denen man frühzeitig bereits Praxiserfahrung machen konnte. Die Balance zwischen Ingenieurwissenschaften und Informatik habe sie dabei als gut gelungen empfunden. „Ich glaube, dass gerade die Grundlagenvermittlung in beiden Bereichen zu Beginn des Studiums mir über den Bachelor-Abschluss hinaus viel gebracht hat.“

Für’s Masterstudium bestens qualifiziert     

Apropos über den Bachelor-Abschluss hinaus: Lilli Schmidt hat sich entschieden, an ihren Augsburger Bachelor in Ingenieurinformatik ein „reines“ Informatik-Masterstudium in München anzuschließen. „Mein Augsburger Ingenieurinformatik-Bachelor hat mich hervorragend für ein ‚reines‘ Informatik-Masterstudium – wo auch immer – qualifiziert“ sagt Schmidt selbstbewusst. „Ich habe während dieses Studiums unglaublich viel gelernt und möchte mich jetzt in Informatik weiter vertiefen“

„Wo die Liebe hinfällt …“, schmunzelt Prof. Dr. Wolfgang Reif, der als Inhaber des Lehrstuhls für Softwaretechnik und Direktor des Instituts für Software & Systems Engineering die Augsburger Ausbildung in Ingenieurinformatik verantwortet. „Für all diejenigen, die sich während unseres Bachelor-Programms nicht in die ‚reine Informatik’ verlieben und sich in Ingenieurinformatik weiterqualifizieren wollen, bieten wir das Fach jetzt auch im Rahmen eines Masterstudiengangs an.“

Neu: Ingenieurinformatik jetzt auch als Master

Dieses mit Beginn des Wintersemesters 2016/17 gestartete Masterprogramm vermittelt fundierte Fach- und Methodenkompetenzen, die für einen Übergang in sowohl computer- als auch ingenieurwissenschaftliche Berufsfelder im internationalen Umfeld Voraussetzung sind. Es zielt auf eine interdisziplinäre Informatik- und Ingenieursausbildung ab, bei der die Themen Software & Systems Engineering, technische Informatik, adaptive Systeme, Mechatronik und Produktion im Vordergrund stehen. Die Berufsqualifizierung wird durch die Vermittlung vertiefter Kenntnisse in Informatik und ausgewählten Bereichen der Ingenieurwissenschaften sowie deren praxisnaher Anwendung erreicht, wobei der fachliche Schwerpunkt im Bereich der Informatik liegt. Zugleich garantiert das Studienprogramm, dass eine signifikante Vertiefung im ingenieurwissenschaftlichen Bereich erreicht wird. „Dass die Studierenden Urteilsfähigkeit und Kompetenz zur kritischen Reflexion gewinnen und in die Lage versetzt werden, mit wissenschaftlichen Methoden selbständig Lösungen für interdisziplinäre Problemstellungen im Spannungsfeld zwischen Ingenieurwissenschaften und Informatik zu finden, ist der Anspruch, mit dem wir unseren Master anbieten“, so Reif.

Text und Foto von der Pressestelle der Universität Augsburg.

Projekt-Tag an der Hochschule Augsburg

Projekt-Tag an der Hochschule Augsburg

Am 11. Januar präsentierten vierzehn Projekt-Gruppen aus den Bachelor-Studiengängen Technische Informatik, Wirtschaftsinformatik und Informatik die Ergebnisse ihrer Arbeiten aus dem laufenden Wintersemester. Studierende berichteten zudem von ihren Auslands-Projekten an den Partnerhochschulen in Dänemark, Nordirland und Russland.

„Ein Schwerpunkt der Ausbildung an der Hochschule ist die Vermittlung von Wissen und Können anhand von praxisbezogenen Aufgaben-Stellungen. In unseren Projekten werden Verknüpfungen zwischen dem theoretischen Fachwissen und der angewandten Forschung und der Anforderung in der Wirtschaft gebildet“, so der Dekan der Fakultät für Informatik, Prof. Dr. Jürgen Scholz.

Menschliche Gehirnströme messen

Mithilfe des Projekts „Wo issn des Hirn?“ von Prof. Dr.-Ing. Thorsten Schöler können menschliche Gehirn-Aktivitäten unkompliziert und kostengünstig gemessen und verarbeitet werden. Über mehr als zwölf Elektroden werden dazu von einem Micro-Controller Gehirn-Ströme erfasst und drahtlos an einen Rechner weitergegeben. Eine Projektgruppe hat beispielsweise mittels dieses Interface eine Drohne in Bewegung gesetzt.

Digitale Forensik im Kampf gegen Einbrecher

Um digitale Forensik im Zeitalter des Internet of Things geht es in einem Kooperations-Projekt mit dem Polizeipräsidium Schwaben Nord. Die Anzahl von verbauten „Smart Home Devices“ steigt von Jahr zu Jahr an. Dabei vernetzen Bewohner unterschiedlichste Geräte wie Lampen, Steckdosen, Bewegungsmelder an Fenstern und Türen, Zahnbürsten oder auch Küchengeräte. Diese Geräte sollen in erster Linie den Alltag der Betreiber erleichtern. Sie sind jedoch laut Peter Schulik auch ein attraktives Ziel von Einbrechern. Da Smart Home Geräte eine Menge an Sensordaten über ihre Umgebung generieren, werden sie in Zukunft auch für Ermittler und Forensiker immer wichtiger. Mit Hilfe der richtigen Methoden und Techniken können sie dazu beitragen, klassische und digitale Straftaten aufzuklären. Ziel dieser Projektarbeit ist es, Ermittlern und Forensikern einen Überblick zu verschaffen, auf welche Geräte sie in Zukunft in Smart Home Haushalten treffen werden und welche potentiellen Ansätze zur Sicherung und forensischen Analyse der persistenten Daten existieren.

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Erstellt von der B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN Redaktion ;Bild: Hochschule Augsburg

„Hörsaal der Löwen“ soll Augsburger Gründer-Mangel bekämpfen

„Hörsaal der Löwen“ soll Augsburger Gründer-Mangel bekämpfen

Am 13. Januar 2017 startete das an die bekannte VOX TV-Show angelehnte Format „Hörsaal der Löwen“ an der Hochschule Augsburg in die zweite Runde. Neben einer hochkarätig besetzten Jury waren auch Vertreter regionaler Unternehmen vor Ort.

„In Augsburg gibt es circa 70 Startups im digitalen Umfeld, bei rund 140.000 IHK-registrierten Unternehmen. In Köln kommen auf die ungefähr gleiche Anzahl von Firmen circa 350 Startups. In Augsburg gibt es diesbezüglich ein Defizit“, so Michael Brecht, selber bereits mehrfacher Gründer. Liegt es daran, dass bei neuen Ideen der Blick schnell in die nahe gelegene Landes-Hauptstadt München geht? Oder doch daran, dass regionale Unternehmen talentierte junge Menschen mit hohen Einstiegs-Gehältern locken? Wird so die Hemmschwelle, ein Startup ins Leben zu rufen, größer? An der Hochschule Augsburg will man hier jedenfalls Abhilfe schaffen: Das von der Sendung „Die Höhle der Löwen“ inspirierte Format „Hörsaal der Löwen“ will den Gründergeist junger Menschen stärken.

In Augsburg gibt es zu wenig Gründer

Die Idee dazu hatte Hochschul-Dozent Martin Plöckl. Auch er hat bereits ein eigenes Unternehmen gegründet. „Ich will, dass die Studenten Blut lecken“, erklärte er. „Es ist extrem schwierig, junge Menschen auf Gründungs-Themen zu sensibilisieren.“ In seinem Kurs „Startup Thinking“ lernen die Studierenden, wie sie eine Idee entwerfen, diese präsentieren und als Gründer Geld verdienen können. „Oftmals herrscht die Einstellung: ‚Gründen sollen die, die es können.‘ Das ist Quatsch. Niemand kann das einfach so, aber jeder kann es lernen“, so Plöckl. „Hier sollen die Studierenden spüren, dass sie etwas bewegen können.“ Die Präsentation vor der Jury bildet gleichzeitig die Abschluss-Prüfung für das Seminar.

Hochschule Augsburg will jungen Gründern einen guten Start verschaffen

Für die insgesamt neun Präsentationen am 13. Januar hatte jeder Student fünf Minuten Zeit. Im Anschluss wurden die Geschäfts-Ideen von der Jury kritisch hinterfragt. Die beste Idee erhielt am Ende einen Preis. Dieser bestand aus einem Coaching durch die Innovation Factory von Jury-Mitglied Michael Brecht. Auch ein fester Incubator-Büroplatz in der „Probebühne“ an der Hochschule Augsburg gehörte dazu. Hier will die Hochschule Augsburg eine gute Ausgangs-Basis für junge Gründer schaffen.

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Erstellt von Rebecca Weingarten, Redaktion B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN; Bild: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN