Volles Programm zu Bertolt Brechts rundem Geburtstag am 10. Februar.

Ein erstes literarisches Schmankerl gibt es bereits am Vorabend des Wiegenfests in Brecht’s Bistro: Dirk Heißerer führt ab 19 Uhr durch das Programm »Brecht/Valentin: Die rote Zibebe. Improvisationen im Wachsfigurenkabinett«. Mitwirkende: Bert Brecht (Virginierraucher, Klampfenbenke), Klabund (Der Totengräber), Alfred Lichtenstein (Lene Levi), Joachim Ringelnatz (Kuddel Daddeldu) und Frank Wedekind (Lindekuh). Als Gast mit dabei: Karl Valentin. Im Anschluss an die Uraufführung von Brechts »Trommeln in der Nacht« am 29. September 1922 im Vorstadttheater der Münchener Kammerspiele kam dort zweimal die Kabarett-Revue »Die rote Zibebe« auf die Bühne, an der sich neben Brecht eben diese Protagonisten beteiligten.

Am eigentlichen Ehrentag, 10. Februar, präsentieren Gina Pietsch (Gesang), Christine Reumschüssel (Piano), Njamy Sitson (Gesang und afrikanische Instrumente) und Anatol Käbisch (Gesang) Lieder aus »Mutter Courage und ihre Kinder« und andere Songs und Texte von Brecht gegen den Krieg. Das Konzert unter dem Titel »Der Mensch denkt: Gott lenkt. Keine red davon!« findet in der Barfüßerkirche statt. Empfang: 18 Uhr, Beginn: 19 Uhr. 1898 geboren, erlebte Brecht zwei Weltkriege mit und wuchs in einer Stadt auf, die vom Dreißigjährigen Krieg stark geprägt war.

Auch jüngere Brecht-Fans können Geburtstag feiern: Bei »Onkel Ede hat einen Schnurrbart« zeigen Karla Andrä und Josef Holzhauser vom FaksTheater, dass eine Begegnung mit Brecht schon in frühen Jahren ein ganz besonders lustvolles, lehrreiches und ernsthaftes Vergnügen sein kann. Los geht es um 15 Uhr im Kulturhaus abraxas. Das Theaterkonzert ist für Kinder ab sieben Jahren und Erwachsene geeignet.

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Illustration: Nontira Kigle